Schweizer Firmen liefern bis heute militärisch verwendbare Güter an den israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems – einem Hauptlieferanten der israelischen Armee. Die Lieferungen sind brisant, denn die israelische Armee begeht sowohl im Westjordanland als auch im Gaza-Krieg schwere Völkerrechtsverbrechen.
Die Recherche basiert auf Dokumenten, die dem irischen Investigativmedium The Ditch vorliegen und die das WAV-Recherchekollektiv zusammen mit dem Magazin Beobachter und dem Westschweizer Nachrichtenportal Heidi.news ausgewertet hat. Es geht um Lieferungen der Westschweizer Firma Alpes Lasers, des Bundeskonzerns Ruag, Elbit Systems Switzerland und der im Tessin ansässigen Firma Imerys.
Die Völkerrechtsprofessorin Evelyne Schmid sieht darin eine Gefahr für Verstösse gegen das Völkerrecht. Sie fordert eine Überprüfung der gegenwärtigen Bewilligungspraxis. Das für die Bewilligung der Exporte verantwortliche Staatssekretariat für Wirtschaft sagte, es prüfe Exporte nach Israel «aufmerksamer Auf das Exportvolumen hatte diese «aufmerksame» Prüfung keinen Einfluss: Im Jahr 2025 wurden Dual-Use- und besondere militärische Güter im Wert von über 25,4 Millionen Franken exportiert – so viel wie nie in den vergangenen zehn Jahren.
Artikel im Beobachter, 23.1.2026
Artikel in Heidi.news, 23.1.2026 (Französisch)